Sie erhalten folgende Fehlermeldung und ausgehende E-Mails werden blockiert:
550 - Backscatter Bounce not allowed 550 - See https://hilfe.all-connect.net/de/Backscatter
Bei der blockierten E-Mail handelt es sich um eine automatisch generierte E-Mail von einem E-Mail-Server (z.B. Exchange)oder einem E-Mail-Client (z.B. Outlook), welche an fremde, externe Internet-Teilnehmer adressiert ist. Typischerweise gibt es drei Fälle, in denen solche automatisch generierten Nachrichten entstehen:
Die Postfächer der Domain @BeispielDomain.eu werden von Ihrem eigenen Server (z.B. Exchange) bereitgestellt und Sie empfangen Mails über Ihren eigenen MX-Record direkt oder lassen sich eingehende Mails über mail-connect per SMTP an Ihren eigenen Server senden (Funktion "An Ihren eigenen SMTP-Server weiterleiten") oder rufen Mails per POP3-Connector ab.
Die o.g. Beispiele zeigen eine eigentlich sinnvolle Funktion. Leider können diese jedoch sehr einfach missbraucht werden:
Weil Ihr Mailserver über uns als Postausgang versendet, wird diese Spam-Mail in folge auch über unsere Server versendet, was unseren mail-connect Dienst erheblich schadet. Für Außenstehende z.B. Google-Mail sähe es so aus, als würden wir Spam versenden.
Diesen Missbrauch nennt man "Backscatter": http://de.wikipedia.org/wiki/Backscatter_(E-Mail)
Aus diesem Grund erlauben unsere Postausgangsmailserver (manchmal in Ihrem Mailserver auch Smarthost bezeichnet) keine automtisch generierten Bounce-Nachrichten.
DSN- bzw. Bounce-Nachrichten oder Autoresponder richtig konfigurieren.
Richten Sie Ihren Mailserver so ein, dass E-Mails an nicht existierende Adressen (im o.g. Beispiel also an Hans@BeispielDomain.eu) nicht angenommen werden. Das SMTP-Protokoll sieht hierfür den SMTP-Status-Code 550 (SMTP Fehler, z.B. "User unknown") vor.
Diesen Status-Code wertet unser mail-connect Server ebenfalls (in Echtzeit!) aus und blockiert dann mit dem selben Status eingehende Mails an nicht existierende Adressen. So wird verhindert, dass später Bounce-Mails (DSNs) generiert werden.
Typischerweise kann diese "Annahme-Sperre" mit der richtigen Einstellung eines Anti-Spam-Filters konfiguriert werden.
Richten Sie Ihren Mailserver so ein, dass DSN bzw. Bounce-Nachrichten wie im o.g. Beispiel nur an Ihre eigenen, authentifizierten Benutzer gesendet werden (= an E-Mail-Adressen aus Ihrer eigenen Domain).
An fremde Benutzer ist dann kein Status-Report mehr erforderlich.
Ein "falsch konfigurierter" Autoresponder ist in der Praxis die typische Ursache von E-Mail-Loops und Backscatter-Spam (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/E-Mail-Loop).
Weil es sich streng genommen bei Auto-Respondern auch um Bounce-Nachrichten handelt, implementieren viele Mailserver das Autoreply mit einer leeren Absenderkennung (Envelope-From bzw. Envelope-Sender "<>" - siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Envelope_Sender).
Um einen Autoresponder korrekt zu nutzen, muss sichergestellt werden, dass der generierende Server die volle Kontrolle über die Anti-Spam und Loop-Protection hat. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
Automatische Empfangsbestätigungen bzw. Lesebestätigungen (MDN) abschalten. Bei E-Mails konnte sich bisher keine Lesebestätigung (vgl. Einschreiben) durchsetzen, weil hier kein technisch sicherer MDN-Standard existiert. Der zum Einsatz kommende Mechanismus ist unsicher und wird in der Praxis von Spammern oder Betrügern gefälscht. Sie können als Empfänger Ihr Mail-Programm so einstellen, dass nie eine Bestätigungssendung zurückgesendet wird (also ignoriert wird).
Häufig werden E-Mails in sogenannte Sammelpostfächer (Catchall Funktion) empfangen und dann später weiterverarbeitet und durch interne Mail-Dienste verteilt.
Deaktivieren Sie diese Sammel-Funktion und richten Sie stattdessen jede genutzte E-Mail Adresse individuell und explizit ein. Dies verhindert, dass Sie Spam an falsche Adressen empfangen und es macht den E-Mail-Missbrauch des Backscatting unter Ihrer Domain unmöglich.
Im obigen Abschnitt wurde das Problem in der Konstellation eingehender Mails an Ihren Mailserver behandelt, bei denen in der Folge ein bei Ihnen automatisch generierter Bounce/DSN ausgehend versendet wird.
Das Problem gibt es aber natürlich auch umgekehrt: Ihre E-Mail-Adresse könnte Ziel eines Backscatter-Missbrauchs sein, wie er nach o.g. Muster auf einem fremden Mailserver stattfindet.
Leider können Sie diesen Fall kaum abwehren. Schließlich besitzt die generierte Bounce-E-Mail ein technisch vollständig gültiges Format und der Absenderserver könnte ein großer Firmen-Mailserver sein über den ansonsten auch viele gültige und gewollte Mails versendet werden. Diesen zu sperren "schießt über das Ziel hinaus".
Aus diesem Grund bietet unser Spam-Filter in der STR-Funktion eine Mustererkennung von Bounce- und DSN-Mails an. Werden solche Bounces erkannt, blockiert die STR-Funktion die betreffende E-Mail. Als Filterkriterium gilt dabei, dass ein Bounce an ein mail-connect Konto gerichtet ist, dieser aber nicht von mail-connect generiert wurde. Dies funktioniert unter der Annahme, dass Sie Ihre Mails über mail-connect versenden: Wenn also eine Mail tatsächlich unzustellbar ist, erhalten Sie "echte" Bounce-/DSN-Mails nur von uns und von sonst niemanden.
Zusätzlich bewertet unser Spam-Filter in der SDM-Funktion bekannte Backscatter-Quellen. Diese werden nicht generell als Spam heraus gefiltert, finden aber eine Berücksichtigung für die Wahrscheinlichkeit, dass es sich im Einzelfall um eine Spam-Mail handelt. Auf Grund solcher Blacklist-Funktionen ist es auch zwingend erforderlich, dass wir zu 100% sicherstellen, selbst keine "möglichen" Backscatter-Mails zu versenden.
Gerne helfen wir Ihnen beim Setup Ihres Mailservers weiter und bieten Ihnen dazu unsere Unterstützung von der Planung bis zum operativen Betrieb.
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